Freitag, 27. Februar 2015

Gute Sicht im Schnee - Skiunfälle werden meist durch Wahrnehmungsfehler verursacht

Foto Glorify by Peter Kluwick
Spät angefangen, dafür aber jetzt umso intensiver: Dieser Winter scheint ein langer zu werden. Skifahrer wird’s freuen, denn bei nach wie vor sehr guter Schneelage in den Bergen können sie jetzt im Frühjahr noch viele Skitage genießen. Oft mit intensiver, strahlend-warmer Sonne oben und - wie in den letzten Wochen – dicker Nebelsuppe weiter unten. Damit der Spaß im Schnee nicht wie bei einigen Unfälle in den letzten Wochen fatal endet, ist neben angepasstem Fahrverhalten vor allem ein guter Durchblick extrem wichtig. Denn etwa 80 Prozent aller Skiunfälle werden laut ASU (ASU Auswertungsstelle für Skiunfälle) durch schlechte Sicht und Wahrnehmungsfehler mitverursacht. Die Experten von DSV aktiv empfehlen deshalb: „Unabdingbar für eine gute Sicht bei allen Schneesportarten ist die richtige Ski- oder Sportbrille.“ Die zu finden, ist im inzwischen stark gewachsenen Brillensegment samt Datenbrillen und einer schier unübersehbaren Scheibenauswahl nicht so einfach. Hier die wichtigsten Fakten, was eine gute Brille auszeichnet.

Essentieller Schutz der Augen

Eine Brille muss die vor allem jetzt im Frühjahr in den Bergen besonders intensiven UV-Strahlen abhalten. Schnee und Gletscher reflektieren nämlich bis zu 95 Prozent der sichtbaren Sonnenstrahlen und der sonnenbrandwirksame Anteil der UV-Strahlung nimmt je 1.000 Meter Höhe um 10 bis 20 Prozent zu. Brillen mit hohem UV-Filter (Standard „UV-400“) sind daher unverzichtbar. Neben der gefährlichen Strahlung samt starken Blendungen werden aber mit einer Brille auch Augenreizungen durch Fahrtwind oder Schneetreiben vermieden. Gute Skibrillen verfügen zudem über eine Antibeschlag-Beschichtung sowie über doppelte Gläser aus Kunststoff. Bricht bei einem Unfall das vordere Glas, schützt die zweite Scheibe das Auge vor Verletzungen. Auch ein möglichst großes Sichtfeld ist essentiell, die Polsterung an der Seite und an der Nase sollte nicht störend wirken. Beim Probetragen mit dem eigenen Skihelm kann man feststellen, ob die Wunsch-Skibrille gut sitzt und dicht anliegt. Für die optimale Passgenauigkeit von Brille und Helm ist das Maß zwischen Nasenbein und oberem Helmrandausschnitt entscheidend. Die Brille sollte im Stirnbereich bündig mit dem Helm abschließen und nicht auf das Nasenbein drücken. Wichtig ist auch, dass der Helm beim Tragen der Brille das Blickfeld des Skifahrers nicht einschränkt.

Welche Scheiben für was?

Foto ASiS
Buckel, Mulden oder Eisplatten wie auch entgegenkommende Skifahrer sind für Skisportler je nach Sicht und Wetter oft erst spät und schwierig zu erkennen. Gerade bei sonnigem Wetter beeinträchtigen die schnellen Licht-Schatten-Wechsel die Sichtverhältnisse zusätzlich. Die Farbe der Brillenscheiben beeinflusst die Sehfähigkeit und damit die Fahrweise. Sie ist ausschlaggebend dafür, wie präzise das Auge Unebenheiten oder Schneeanhäufungen erkennen kann, sagt allerdings nichts über den UV-Schutz aus. Getönte Scheiben in Orange oder mit Blaufilter verstärken zum Beispiel bei Schneefall oder Nebel die Kontraste. Für abrupt wechselnde sonnige und schattige Pistenabschnitte sind Skibrillen mit Varioscheiben sinnvoll. Ihre Tönung stellt sich binnen Sekunden von selbst auf das neue Licht ein. Bei starkem Sonnenschein und für den Gletscher bieten dunkle oder verspiegelte Scheiben Blendschutz. Sie können bis zu 97 Prozent des Lichts absorbieren. 

Korrektur der Fehlsichtigkeit 

„Rund vier Millionen Deutsche genießen jährlich den Spaß auf der Piste. Doch ein Drittel aller Hobbysportler, die im Alltag eine Sehhilfe tragen, nutzen beim Wintersport keine Korrektion. Der hohen Unfallgefahr, die Seh- und Wahrnehmungsfehler auf der Piste mit sich bringen, sind sie sich meist nicht bewusst“, sagt Dr. Gernot Jendrusch, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Sicherheit im Sport (ASiS). „Jeder Skifahrer kann zur Sicherheit im Schneesport beitragen, wenn er seine Sehleistung regelmäßig überprüfen lässt“, empfiehlt er. Regelmäßige Sehtests sorgen hier für Sicherheit (ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre, Online-Seh-Checks unter http://www.sehen.de/service/seh-checks/ oder http://www.seh-check.de/online_sehcheck/index.php). Wird eine Fehlsichtigkeit festgestellt und vom Arzt eine Sehhilfe verordnet, sollte diese auch beim Skifahren immer getragen werden. Dafür sollte die Skibrille über seitliche Aussparungen für den Bügel der optischen Brille verfügen. Als Alternative dazu gibt es Skibrillen mit integrierten Korrektur-Gläsern oder spezielle Clips, die sich direkt an der Innenseite des Glases der Skibrille befestigen lassen. Bei Skifahrern setzt sich aber immer mehr das Tragen von Kontaktlinsen durch. Damit sind Skifahrer mit Sehschwäche am flexibelsten unterwegs: Sie können unter jeder Ski- oder Sonnenbrille getragen werden. 

Richtige Brillenpflege

Eine gute Ski- und Sportbrille ist nicht ganz billig und sollte deshalb gut gepflegt werden. Um ein Zerkratzen der Scheiben zu vermeiden, sollte die Skibrille immer in der Hülle und nie lose verstaut werden. 
Quelle: Kuratorium Gutes Sehen

Brillenpflicht für alle Schneesportler

Was für Skifahrer gilt, gilt übrigens für alle, die im Schnee unterwegs sind: Der weiße Schnee reflektiert die Sonnenstrahlen besonders stark, beansprucht die Augen und Zugluft trocknet die Augen zusätzlich aus. Eine hochwertige Sportbrille gehört daher auch beim Langlaufen, Schneeschuhwandern, Tourengehen, Eisklettern oder bei Hochtouren auf die Nase. Petra Rapp

Dienstag, 24. Februar 2015

Eckert zweimal Siebter beim Heimweltcup - Samerberger Skicrosser überzeugt in einem starken DSV-Team auch in Ostin am Tegernsee

Paul Eckert beim Heimweltcup am Tegernsee
Freud' und Leid liegen bekanntlich nah beieinander, so auch am vergangenen Wochenende in Ostin am Tegernsee, wo erstmals am Ödberg zwei Skicross-Weltcups ausgetragen wurden. Paul Eckert vom WSV Samerberg hatte dort viel Grund zur Freude. Nach seinem ersten Weltcup-Podestplatz als Dritter Mitte Februar im schwedischen Are zeigte er sich auch in Ostin in blendender Form. Zweimal Vierter und damit bester DSV-Starter in den Qualifikationsrennen, verpasste der exzellente Starter zwar vor einem begeisterten, heimischen Publikum jeweils etwas unglücklich den Sprung in die Finalläufe, war aber mit zwei siebten Plätzen im Endklassement auf dem anspruchsvollen Kurs doch zufrieden. „Klar wäre ich gerne wieder auf das Podest gefahren, zumal ich meine Heats bis zum jeweiligen Halbfinale immer ziemlich dominiert habe. Aber gut, Skicross ist immer unberechenbar und zwei weitere Top-Ten-Ergebnisse sind ja schließlich auch nicht schlecht.“ 

Paul Eckert ist jetzt bereits Sechster in der Weltcup-Gesamtwertung und erfährt endlich auch die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, die er schon lange verdient hat. Warum es in dieser Saison so gut läuft für ihn, weiß er eigentlich selbst nicht so genau. Sein Rücken schmerzt nicht mehr, seine Berufsausbildung bei der Bundespolizei in Bad Endorf hat er im Sommer abgeschlossen und damit den Kopf frei für den Sport. Die Vorbereitung unter dem neuen Bundestrainer Peter Stemmer hat ihm neue Impulse gegeben, das Material passt und er fährt so beständig gut, dass er in den inzwischen hart umkämpften Qualifikationsrennen nicht mehr ständig zittern muss, ob es auch für die Heats und damit für wichtige Punkte in der FIS-Liste reicht, die für die sportliche Zukunft ausschlaggebend sind. 

Berti Nagl
Dieses Gefühl der ständigen Unsicherheit, das am Selbstbewusstsein nagt, kennt Paul Eckert gut aus seiner eigenen Vergangenheit. In vielen Weltcups ist er um Hundertstel in der Qualifikation gescheitert und weiß deshalb genau, wie sich Rupert Nagl (WSV Kiefersfelden, Jg. 1989) derzeit fühlt. Die beiden Inngauer sind seit ihrer Kindheit gemeinsam auf den Brettern unterwegs, haben beide als Jugendliche von den Alpinen zu den Skicrossern gewechselt. Nagl, zehn Monate älter als Eckert, hatte sich im Winter 12/13 ebenfalls bereits im Weltcupteam etabliert, als er sich schwer an der Schulter verletzte. Seither kämpft er um den Anschluss – und mit den besagten Hundertstel. Nach sehr guten Resultaten im Europacup hoffte er auf einen weiteren Weltcupeinsatz in Are, wurde aber nicht nominiert. In Ostin bekam er zusammen mit den anderen heimischen Fahrern aus dem Europacupteam, Valentin Egger (SC Aibling) und Tim Hronek (SC Unterwössen) dann die Chance, sich für die Heats der 32 Zeitschnellsten bei den Männern zu qualifizieren. Nagl belegte für das Rennen am Samstag Rang 33, ganze vier Hundertstel fehlten ihm. Am Sonntag auf der vom Neuschnee sehr langsamen Piste waren es dann drei Zehntel und Rang 37 unter 53 Startern. „Aber da habe ich einen kleinen Fehler gemacht, da weiß ich wenigstens, warum“, sagte er sichtlich enttäuscht im Ziel. Auch Valentin Egger und Tim Hronek scheiterten jeweils in der Qualifikation.

Bei den Damen wurde Christina Manhard (SC Pfronten) in Ostin Sechste und Zwölfte, Anna Wörner (SC Partenkirchen) Siebte und Zwanzigste, Sabrina Weilharter (SC Traunstein) kam auf Rang 17 und 13, Margarethe Aschauer (WSV Königssee) auf Rang 22 und 16. Pechvogel Heidi Zacher (SC Lenggries) stürzte erneut im Halbfinale am Samstag, wurde Achte und musste am Sonntag verletzt pausieren (Alle Ergebnisse aus Ostin gibt es unter www.fis-ski.com/freestyle-skiing/ski-cross/events-and-places/results/).

Auf Paul Eckert und das DSV-Weltcupteam warten in dieser Saison jetzt noch zwei Weltcuprennen Mitte März im französischen Megeve. Dort würde er gerne noch einmal auf das Podest fahren und vielleicht den Sprung unter die besten Fünf in der Gesamtwertung schaffen. Vor ihm liegt punktgleich der Russe Sergey Ridzik. Daniel Bohnacker (SC Gerhausen), der am Samstag in Ostin an seinem Geburtstag hervorragender Zweiter wurde, liegt auf Rang drei, Andreas Schauer (SC Lenggries), am Sonntag vor Eckert im kleinen Finale Sechster, auf Rang vier. Wie es für Rupert Nagl weitergeht? Auf ihn warten eigentlich noch sechs Rennen im Europacup. Dort liegt er derzeit in der Gesamtwertung hinter Egger (Rang drei) und Hronek (Rang fünf) auf dem sechsten Platz. Er weiß es noch nicht, wo er fahren wird. Noch hadert er mit den leidvoll verlorenen Hundertstel in Ostin. Petra Rapp

Mittwoch, 18. Februar 2015

Rottmoser durch die WM neu motiviert - Deutsche Skibergsteiger mit insgesamt starkem Auftritt in Verbier

Sepp Rottmoser, Foto Seebacher
Im französischen Verbier fanden vom 6. bis 12. Februar die Weltmeisterschaften im Skibergsteigen statt. Das fünfköpfige deutsche Team, unter ihnen der Rosenheimer Sepp Rottmoser, präsentierte sich extrem stark und holte zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Sepp Rottmoser wurde im Sprint Vizeweltmeister. Der beste Deutsche, Toni Palzer vom DAV Berchtesgaden, holte über seine zwei Podiumsplätze hinaus drei Titel in der Espoir-Wertung (U-23). Egal ob Sprint, Vertical oder Individual, das deutsche Team mischte ganz vorne mit bei dieser Meisterschaft. Der Leistungssportchef beim DAV, Matthias Keller, war entsprechend begeistert: „Der Teamgeist, die Fairness, die homogenen Leistungen – das ist eine echte Mannschaft!“

Sprintstar Sepp Rottmoser vom DAV Rosenheim verfehlte den erneuten Weltmeistertitel um nur eine Sekunde und landete hinter dem Italiener Roberto Antonioli im Sprint auf Platz zwei (wir berichteten). Sein persönliches Fazit der WM: „Ich bin ohne große Erwartungen in diese Saison gestartet, da mir wegen meiner beruflichen Fortbildung einfach die Trainingsumfänge im Grundlagenbereich gefehlt haben. Besonders in der Zeit von Oktober bis zum Jahreswechsel konnte ich dieses Jahr gerade mal an die 50 000 Höhenmeter trainieren, im Jahr zuvor waren das gut 90 000. In den zwei Wochen vor der WM hatte ich dann noch eine ziemlich intensive Schulzeit mit einigen Prüfungen sowie eine Erkältung, die mich eine Woche zuvor noch zu fünf Ruhetagen zwang.“ Nicht die besten Voraussetzungen für eine WM, weshalb der 25jährige auch etwas desillusioniert nach Verbier fuhr. „Umso überraschender war für mich dann meine gute Form auf der doch recht langen Sprintstrecke, wo bis auf das kleine Stockmalheur, das mich Gold kostete, alles bestens lief. Im Verticalrennen merkte ich aber schon vom Start weg, dass meine Beine nicht in Hochform waren. Dennoch konnte ich im Schlusssprint noch vier Positionen gutmachen und kam auf Rang 19 ins Ziel.“

Rottmoser in Verbier, Foto Seebacher
Dass es mit seiner Grundlagenausdauer nicht zum besten steht, merkte Rottmoser dann einmal mehr beim Individualrennen. Hier musste er im zweiten Anstieg sechs Athleten vorbeiziehen lassen. „Das tat natürlich schon weh“, sagt er. In den Abfahrten konnte er jeweils wieder einige Plätze gutmachen und erreichte das Ziel auf Rang 28. „Mit dem Ergebnis bin ich an Hand der Vorbereitung zufrieden, aber ich weiß, dass da normalerweise mindestens ein solides Top 20-Ergebnis für mich drinnen ist.“ Beim abschließenden Staffelrennen hatte Rottmoser eigentlich schon mit einer weiteren Medaille spekuliert, aber es lief nicht rund an diesem Tag für das deutsche Team. Cornelius Unger fühlte sich nicht wohl und musste abreißen lassen. Toni Palzer hatte Materialprobleme, stürzte und verletzte sich, so dass sich das Team in der Nationenwertung mit dem fünften Platz zufrieden sein musste.

„Insgesamt bin ich zufrieden mit der WM in Verbier, das Rennfieber hat mich hier schon wieder gepackt“, meint Rottmoser und fühlt sich neu motiviert. Nach einer kurzen Regenerationsphase und ein paar weiteren Prüfungen an der Meisterschule in Bozen will er deshalb wieder in den Rennbetrieb einsteigen und die zwei letzten Sprintrennen der diesjährigen Weltcupsaison in Martelltal (Südtirol) und Mondole (Cuneo/Italien) bestreiten. Petra Rapp

Montag, 16. Februar 2015

Skicross-Weltcup: Erster Weltcup-Podestplatz für Paul Eckert - Bester DSV Starter als Dritter und Neunter in Schweden

Paul Eckert auf dem Podest (rechts in Gelb), Foto DSV
Ja, er ist ziemlich gut drauf im Moment und hat „einen Lauf“ wie die Sportler sagen. Seit seinem vierten Platz bei der Weltmeisterschaft am Kreischberg scheint der Knoten bei Paul Eckert vom WSV Samerberg endgültig geplatzt zu sein. Nach einem weiteren Top-Ten-Resultat beim Weltcup in Arosa, wo er Siebter wurde, gelang dem 24jährigen Skicrosser am vergangenen Wochenende beim Doppelweltcup im schwedischen Are erstmals der Sprung auf das Weltcuppodest. Im Rennen am Sonntag wurde er als bester DSV-Starter Dritter hinter dem Franzosen Jean Frederic Chapuis und dem Schweizer Alex Fiva. Beim Rennen am Samstag war Eckert auf Rang neun ebenfalls bester Deutscher.

Schon in der Qualifikation am Samstag zeigte sich, dass Paul Eckert als Sechstschnellster und bester Deutscher gut mit der Strecke in Are zurecht kam. Er verpasste zwar dann den Sprung ins Halbfinale, war aber mit dem neunten Platz beim Heimsieg des Schweden Victor Oehling Norberg durchaus zufrieden. Simon Stickl (SC Bad Wiessee) gelang mit dem zehnten Platz seine bisher beste Saisonplatzierung, Daniel Bohnacker (SC Gerhausen) fuhr auf Rang 14, Florian Eigler (SC Pfronten) auf Rang 30. Ein enttäuschter Andreas Schauer (SC Lenggries), bis vor kurzem noch Weltcupgesamtführender, schied in der ersten Runde aus und kam lediglich auf Rang 31. Bei den Damen kam die einzige deutscher Teilnehmerin, Margarethe Aschauer (WSV Königssee) auf Rang 10. 

Paul Eckert, Foto Rapp
Der Sonntag, wo die Skicrosser in einem kräftezehrenden Programm an einem Tag Qualifikation und Finalheats absolvieren mussten, schien anfangs nicht der Tag von Paul Eckert zu werden. Bei der Qualifikation, wo jeder Athlet alleine die Strecke zu absolvieren hat und nur die gefahrene Zeit ausschlaggebend ist, kam er nur auf Rang 22. Die 32 schnellsten Fahrer bei den Herren sind für die Finalheats startberechtigt. Dass die Finalheats dann aber wieder ein komplett anderes Rennen mit ganz anderen Herausforderungen sind, zeigte sich einmal mehr. Eckert fuhr sich als Zweiter seines Heats ins Viertelfinale, siegte im Halbfinale und konnte sich so nach der WM in Kreischberg zum zweiten Mal in seiner Karriere für ein Finale unter den weltbesten Skicrossern qualifizieren. Diesmal klappte es für den Samerberger mit dem ersehnten Sprung auf das Podest und er wurde Dritter. Daniel Bohnacker wurde Zehnter, Andreas Schauer kam auf Rang 15, Simon Stickl auf Rang 24, Florian Eigler auf Rang 32. Die Chiemgauerin Margarethe Aschauer feierte am Sonntag mit dem sechsten Platz bei den Damen ebenfalls ihr bestes Resultat ihrer Karriere.

Vorfreude auf den Heimweltcup in Ostin (20.-22.2.2015)
In der Weltcupgesamtwertung liegt Paul Eckert derzeit als drittbester Deutscher hinter Andreas Schauer (Rang drei) und Daniel Bohnacker (Rang sechs) auf dem neunten Platz. Nächste Station für die Skicrosser ist am kommenden Wochenende der Heimweltcup in Ostin am Tegernsee (www.skicrosstegernsee.de). „Es ist zwar nicht direkt bei mir vor der Haustür, aber nicht weit weg und wir freuen uns alle extrem drauf. Natürlich werden wir vor heimischem Publikum versuchen, auch da ganz vorne mit dabei zu sein“, sagt Paul Eckert und hofft, dass „sein derzeitiger Lauf“ noch eine Weile anhält. Petra Rapp