Mittwoch, 6. August 2014

Deutscher Skicross-Weltcup Ende Januar 2015 am Oedberg im Tegernseer Tal

Foto: Gepa pictures
Soeben vom DSV offiziell bekanntgegeben: Am 31.1. und 1.2.2015 gastieren die weltbesten Ski-Crosser am Oedberg im Tegernseer Tal. Nach Grasgehren/Obermaiselstein, wo Ende Januar 2011 die deutsche Skicross-Weltcuppremiere stattfand, und Götschen/Bischofswiesen wird das Tegernseer Tal der dritte Veranstaltungsort für die Skicrosser auf deutschem Boden sein.

In einem eigens erstellten Parcours werden am Oedberg die besten Ski-Crosser der Welt um Podestplätze und Weltcuppunkte kämpfen.Verantwortlich für den FIS Ski Cross Weltcup in Deutschland zeichnen die Skivereine des Tegernseer Tals unter Federführung des SC Ostin. In enger Abstimmung mit dem Deutschen Skiverband wurde die Austragung des einzigen FIS Ski Cross Weltcups in Deutschland am Oedberg beschlossen. "Der Oedberg ist für Rennfahrer und Zuschauer gleichermaßen ideal", sagt Walter Vogel, Geschäftsführer der DSV-Marketing GmbH. "Die Neigung des Hangs ist optimal, um einen vielseitigen Parcours anzulegen. Die Zuschauer können dabei die gesamte Strecke einsehen und so die spannenden Manöver live miterleben."

Auch die Vereine des Tegernseer Tals sieht Vogel bestens gerüstet, einen Weltcup auf höchstem Niveau umzusetzen: "Die Skivereine im Tegernseer Tal haben bei der Organisation und Durchführung von Alpinen Deutschen Meisterschaften, FIS- und Europacup-Rennen ihre sportliche und organisatorische Kompetenz mehrfach und erfolgreich unter Beweis gestellt. Ich bin überzeugt, dass die Skiclubs im Tegernseer Tal hervorragende Rennen und das dazugehörige Rahmenprogramm auf die Beine stellen werden."

Georg Reisberger, Präsident des Skiclubs Ostin, blickt erwartungsfroh auf die ersten Aufgaben und Arbeiten: "Wir freuen uns und es ehrt uns sehr, die besten Ski-Crosser der Welt bei uns im Tegernseer Tal begrüßen zu dürfen. Wir, die Skivereine im Tegernseer Tal, werden der Veranstaltung einen würdigen Rahmen verleihen." 

Mittwoch, 30. Juli 2014

„Ein Sport für Enthusiasten“ - Inngauer DSV Skicrosser machen sich mit viel Eigeninitiative fit für eine lange Saison

Paul Eckert beim sommerlichen Starttraining
Sie wirken nicht mehr ganz so euphorisch wie vor gut genau einem Jahr und ja, beide sind durchaus ein wenig desillusioniert. So ist das wohl nach einer olympischen Saison, die nicht so gelaufen ist, wie sie es sich erhofft haben.
Die Inngauer Skicrosser Paul Eckert (23, WSV Samerberg) und Berti Nagl (24, WSV Kiefersfelden) wollen dennoch weitermachen mit einem Sport, der sie trotz allem nach wie vor begeistert und ihnen viel Spaß macht, aber auch immer mehr Eigeninitiative wie auch inzwischen eine sehr hohe finanzielle Eigenbeteiligung von den Athleten verlangt, weil der DSV die Mittel zur Förderungen der jungen Skisportarten Skicross/Freestyle/Freeski stark reduziert hat.

Berti Nagl
Berti Nagl wurde nach einer durchwachsenen Saison, in denen er mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte, am Ende aber vor allem im Europacup wieder glänzen konnte und dort Gesamtdritter wurde, vom Weltcupteam zurückgestuft in den 1b-Kader des DSV. Er hofft aber dennoch, mit dem 1a-Team mittrainieren, sich dann in den Qualifikationsrennen beweisen und bei den Weltcuprennen wieder dabei sein zu können.
Sportler lernen zwar von klein auf mit Rückschlägen und Niederlagen umzugehen, Paul Eckert schmerzt der Blick zurück auf die letzte Saison aber immer noch. „Ja, das war schon sehr enttäuschend für mich, dass ich in Sotchi nach langem Hin und Her am Ende doch nicht dabei sein durfte, obwohl ich die Norm geschafft hatte. Wer weiß, ob ich in vier Jahren noch einmal die Chance auf Olympia haben werde“, sagt der Samerberger, der in der letzten Saison im Weltcup dreimal den Sprung ins Viertelfinale der besten 16 schaffte. 

Paul Eckert
WM im Januar 2015 als Ziel
Abhacken und sich neu motivieren für eine Saison, bei der beide im Weltcup überzeugen und dann bei der Weltmeisterschaft am Kreischberg (Österreich) im Januar dabei sein wollen. Dafür trainieren sie auch im Sommer hart. Zusammen mit dem Europacupteam im Stützpunkt in Bad Endorf, aber auch viel in Eigeninitiative, weil sie auch ihre beruflichen Karrieren mit ihren sportlichen koordinieren müssen. Paul Eckert beendet in Kürze seine Ausbildung zum Polizeimeister. Berti Nagl ist im Sportförderkader der Bundeswehr, aber studiert zudem im 7. Semester und will das Studium bald abschließen. Dass sie fit sind, haben sie vor kurzem bei der leistungsdiagnostischen Untersuchung gezeigt. „Aber die besten Werte helfen Dir alles nichts, wenn du sie nicht im Winter im Schnee umsetzen kannst“, sagt Paul Eckert, weshalb sie in Kürze zum ersten Training in den Schnee starten werden. Um dort schneller zu sein, hat Nagl ebenso die Skifirma gewechselt wie Valentin Egger (SC Bad Aibling). Der Zwanzigjährige gehört wie Nagl und auch der junge Inngau-Nachwuchsfahrer Felix Klapprott (Jg. 1996 vom WSV Samerberg) dem Europacupteam an. Egger hat zudem den Platz von Florian Schmidt (WSV Oberaudorf) in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Neubiberg übernommen und so jetzt beste Trainingsvoraussetzungen. Schmidt hat seine Skicross-Karriere beendet.

Valentin Egger auf dem Bike
Risikominimierung durch optimale Vorbereitung
Egger zählt zu den hoffnungsvollsten Talenten im DSV-Team, holte im vergangenen Winter Bronze bei der Junioren-WM und konnte sich bei den Herren auch im Europacup schon sehr gut behaupten. Der junge Aiblinger, der sich im Sommer gerne beim extremen Downhillbiken und im Dirtpark den notwendigen Kick holt und dort die Überwindung trainiert, die er im Winter auch beim Skicross bei den Sprüngen und Zweikämpfen braucht, will in dieser Saison im Europacup konstant unter die besten Acht fahren und dabei so viele Erfahrungen wie möglich sammeln. „Meine Vorbereitung lief bisher sehr gut, ich blieb seit drei Jahren erstmals verletzungsfrei, habe mehr Kraft trainiert als die Jahre zuvor und auch konditionell zugelegt“, sagt er. Verbessern will er sich dann im Schnee vor allem beim Start. „Der muss einfach konstant schneller werden, aber auch meine Fahrten in den Gleitpassagen“, sagt er. Wie er mit dem Risiko der Sportart umgeht? „Man ist sich des Risikos natürlich bewusst, aber mehr, wie sich optimal auf die Rennen vorbereiten, kann man nicht machen. Ich denke, dass ich so was ganz gut ausblenden kann, wenn es darauf ankommt. Klar ist Skicross keine ganz ungefährliche Sportart, aber sie macht einfach auch unglaublich Spaß und deswegen kann man auch nicht aufhören damit.“

Auf Sponsorensuche
Nein, einfach so aufhören wollen sie alle nicht mit der zwar riskanten, aber sehr reizvollen wie spannenden Sportart, weshalb sie sich derzeit alle auf die Suche nach Sponsoren machen. „Wir persönlich haben zwar die Bundespolizei oder die Bundeswehr als berufliche Absicherung im Hintergrund, aber dennoch ist der private Aufwand ziemlich heftig. Man fragt sich schon, warum und wie lange soll und kann ich die Belastungen und das Risiko noch auf mich nehmen. Klar lieben wir unseren Sport und haben – vor allem auch unsere Eltern - so viele Jahre viele Mühen und so viel Herzblut investiert. Da geben wir nicht so schnell auf. Aber wenn man andere Sportarten sieht, ist das schon ziemlich frustrierend, als Weltcupfahrer auch noch persönlich viel Geld draufzahlen zu müssen“, sagt Paul Eckert. Petra Rapp

Freitag, 18. April 2014

BSV-Jubiläumsbuch: "Olympisches Bayern.100 Jahre Skisport"

Jubiläen sind immer ein schöner Anlass, Bilanz zu ziehen, zurückzublicken auf Vergangenes und ein wenig vorauszuschauen, was kommt. Der Bayerische Skiverband e.V. feiert im Jahr 2014 sein 100jähriges Verbandsjubiläum. Anlass genug für eine schöne Bilanz in Buchform: „Olympisches Bayern. 100 Jahre Skisport“, herausgegeben vom Bayerischen Skiverband in Zusammenarbeit mit dem Forum Verlag aus Regensburg.

Die ganze Faszination des Skisports, seine Höhen und Tiefen – das alles wird in dem Jubiläumsbuch von den Autoren Gerd und Wolfgang Otto zur Geltung gebracht. Dabei wird die ganze Entwicklung des Skifahrens von einem Fortbewegungsmittel in den Alpen und den einst so schneereichen bayerischen Mittelgebirgen hin zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen von Millionen nachgezeichnet. Es wird aber auch – was in einem Buch der Reihe „Olympisches Bayern“ natürlich nicht fehlen darf – an die vielen bayerischen Skifahrerinnen und -fahrer erinnert, die die Leidenschaft zu ihrem Sport „vergoldet“ haben. So wird an alle olympischen Medaillengewinnerinnen und -gewinner aus Bayern erinnert – von den ersten weiß-blauen Olympiasiegern Christl Cranz und Franz Pfnür bis zu den aktuellen Stars der Olympischen und Paralympischen Spiele von Sotschi.

Am 20. Juli 2014 jährt sich die Gründung des Bayerischen Skiverbandes zum 100. Male. Gedacht wird in den Buch deshalb auch an die vielen Frauen und Männer im Hintergrund, ohne die ein Verband wie der BSV mit seinen 280 000 Mitgliedern in 1320 Vereinen nicht so erfolgreich sein könnte. Den umfangreichsten Teil des Buches nimmt daher auch die Vorstellung des größten und erfolgreichsten DSV-Landesverbands und seiner elf teilweise noch älteren Regionalverbände ein. 

Daten zum Buch: "Olympisches Bayern. 100 Jahre Skisport", Gerd Otto/Wolfgang Otto (unter redaktioneller Mitarbeit von Dr. Volker Audorff, Katharina Heigl, Karl Stankiewitz und Wolfgang Weißmüller), ISBN 978-3-9816128-13, € 19,90, www.forum-verlag-otto.de


M. Vogt (Mitte) mit den Autoren
Miriam Vogt, Präsidentin des Bayerischen Skiverbandes zum Buch:

Wintersport in Bayern ist ein Kulturgut mit einer langen und traditionsreichen Geschichte, fest verankert in der bayerischen Bevölkerung. Als Präsidentin des Bayerischen Skiverbandes blicke ich mit Freude und Stolz auf das 100 jährige Verbandsjubiläum voraus. 

Die Erfolgsgeschichte des Bayerischen Skiverbandes ist geprägt durch das Engagement und das Herzblut der Menschen in den Vereinen, den Regionen und in der Führung des Verbandes, sowohl im Haupt-, als auch im Ehrenamt. 

Die Basis für den Skisport in Bayern bilden die ca. 1.320 Vereine mit ihren Mitgliedern. Hier werden Kinder für den Skisport begeistert, finden Jugendliche, Erwachsene, Familien und Senioren vielfältige Angebote, der Leidenschaft Skisport gemeinsam mit Gleichgesinnten nachzugehen. Für die Vielzahl unserer Mitglieder steht der Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport im Fokus. Der Bayerische Skiverband unterstützt die Arbeit der Vereine mit innovativen Projekten wie der Ehrenamtsoffensive, den Gesundheitsstützpunkten oder dem BSV Vereinswettbewerb. Talente haben die Möglichkeit, sich in den Leistungssport-Strukturen des Bayerischen Skiverbandes und seinen elf regionalen Verbänden optimal zu entwickeln. Der Bayerische Skiverband ist hier das Bindeglied zu den Nationalmannschaften des Deutschen Skiverbandes. Mit unseren hervorragenden Sportstätten, den Partnerschulen des Wintersports sowie den beiden Eliteschulen des Sports in Berchtesgaden und Oberstdorf haben wir, gemeinsam mit der Staatsregierung des Freistaates Bayern, ideale Rahmenbedingungen geschaffen. 
Eine wichtige Säule des Bayerischen Skiverbandes ist das Aus- und Fortbildungswesen. Ein hoch qualifiziertes Landeslehrteam sorgt dafür, dass die über 7.500 lizenzierten Übungsleiter ihr Wissen laufend aktualisieren, um so mit hoher Qualität Kurse für die Mitglieder in den Skivereinen anbieten zu können. 

Bayern steht zudem für zahlreiche Wintersport-Großveranstaltungen. In nahezu allen Ski- und Snowboarddisziplinen wurden und werden regelmäßig Weltcups ausgetragen, zahlreiche Weltmeisterschaften wurden erfolgreich veranstaltet. Hier zeigt sich die gesamte Begeisterung für den Skisport und welchen besonderen Stellenwert dieser Sport in unserem Land genießt. 

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir als großer Landesverband noch näher an die Menschen rücken. Die Bedürfnisse unserer Athleten, deren Eltern und unserer Mitarbeiter in Haupt- und Ehrenamt werden wir künftig noch stärker in den Fokus stellen, um unserer Rolle als moderner und professioneller Dienstleister gerecht zu werden. Der Erfolg ist nur gemeinsam mit starken Partnern möglich. Hierzu zähle ich unsere verlässlichen Partner aus der Wirtschaft genauso, wie die Bayerische Staatsregierung, den Bayerischen Landessportverband und den Deutschen Skiverband. 

Mein besonderer Dank geht an die Autoren dieses Buches, Gerd Otto und Dr. Wolfgang Otto. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass im Jubiläumsjahr des Bayerischen Skiverbandes ein Buch vorliegt, welches weit mehr ist als eine Chronik. Es ist ihnen gelungen, einen umfassenden Einblick in die vielfältige und faszinierende Welt des Wintersports in Bayern zu geben, dessen Anfänge weit in die Zeit vor die Gründung des BSV zurückgehen. 

Mittwoch, 16. April 2014

Finale der Skibergsteiger in Tromsö: Rottmoser starker Achter im Individual, Palzer Elfter und Espoir-Weltcupgesamtsieger

Sepp Rottmoser, Foto Stephan Mantler
In Tromsö (Norwegen) traf sich nach einer langen Saison am vergangenen Wochenende die Elite der Skibergsteiger zum großen Saisonfinale des Scarpa ISFM World Cup 2014. Auf dem Programm standen die Disziplinen Individual und Sprint. Mit dabei aus dem DAV-Team waren die beiden Top-Athleten Toni Palzer (Berchtesgaden) und Sepp Rottmoser (Rosenheim), der am Samstag beim Individualrennen Rang Acht belegt. Toni Palzer kam auf Rang Elf, siegte aber einmal mehr in der der Espoir-Klasse (U23), in der er schon vor dem Rennen als Weltcup-Gesamtsieger feststand. Das Sprintrennen am Sonntag musste leider bei den Herren abgebrochen werden. Sehr schade für die beiden Deutschen, die das erste Sprintrennen der Saison in Pitturina mit einem Doppelsieg (Rottmoser vor Palzer) für sich entscheiden konnten.

Olympiastimmung
Die Stimmung in Tromsö war auch in diesem Jahr ausgezeichnet, zumal die Nachricht, dass das IOC Exekutivkomitee bei seiner Sitzung in Antalya vergangene Woche Skibergsteigen als Sportart, die die Bedingungen der IOC-Charta erfüllt, schnell die Runde machte. Skibergsteigen ist damit offiziell beim IOC anerkannt und einer Olympia-Bewerbung steht damit nichts mehr im Weg. Motivation pur für junge Athleten wie Toni Palzer. Der 20jährige Sportsoldat aus der Ramsau und Sepp Rottmoser (24) wurden von Betreuer Bernhard Bliemsrieder und Physio Engelbert Fuchs begleitet. Toni Lautenbacher (Bad Tölz) war leider nach seinem Sturz beim Weltcup in Les Diablerets nicht mehr rechtzeitig der Einstieg ins Training möglich gewesen. Er fehlte beim Saisonfinale in Norwegen genauso wie Cornelius Unger (Berchtesgaden), der wegen seines Trainingsrückstands nach Rückenproblemen auf einen Start verzichtet hat. 

Rottmoser mit bester Saisonleistung beim Individual
Palzer und Rottmoser gingen am Samstag bestens vorbereitet an den Start des Individualrennens am Blatind. Dort wurde der Streckenverlauf im Vergleich zum Vorjahr kurzfristig aus wettertechnischen Gründen geändert. Die Athleten mussten so zwei Runden mit einigen Aufstiegen und Abfahrten zurücklegen. Toni Palzer war die lange und kräftezehrende Saison nun doch anzumerken. Die Beine wurden bei ihm am Ende schwer und er kam in 1.28,53 unter seinen eigenen Erwartungen als Elfter ins Ziel. Der Sieg in der Espoir-Klasse war ihm aber auch in Tromsö nicht zu nehmen. Sepp Rottmoser konnte sich dagegen mit einer sehr starken Leistung in 1.27,46 den achten Platz und damit sein bestes Saisonresultat in dieser Disziplin erlaufen. Es siegte der Franzose William Bon Mardion in 1.23,01 vor den beiden Italienern Damiano Lenzi und Manfred Reichegger. Bei den Damen holte sich in Tromsö einmal mehr Laetitia Roux aus Frankreich vor der Schweizerin Maude Mathys und der Französin Valentin Fabre den Titel.

Zeitmessung streikt beim Sprint
Nachdem am Sonntagvormittag das Sprintrennen der Damen mit einem erneuten Sieg von Laetitia Roux beendet war, gingen die Herren zum letzten Saisonrennen an den Start. Vor allem Sprintweltmeister Sepp Rottmoser wollte hier, nachdem in dieser Saison nur zwei Sprintrennen auf dem Weltcupprogramm standen, seine eigentliche Stärke unter Beweis stellen und noch einmal punkten. Während der Qualifikation kam es aber bei der Zeitnahme immer wieder zu erheblichen technischen Störungen, die die Organisatoren zwangen, das Rennen letztendlich abzubrechen. „Das war schon ziemlich schade, weil Sepp und Toni sehr gut dabei waren und sicher um den Sieg mitgelaufen wären“, meinte Bernhard Bliemsrieder nach dem Rennen. „Aber insgesamt war es schon eine sehr gute Saison von den Jungs. Dass Toni in seiner ersten Saison sich so beständig bei den Senioren vorne platziert und gleich unter die besten Fünf läuft, hat niemand erwartet. Und auch Sepp hat mit seinem Sprintsieg in Pitturina und seinem gestrigen achten Platz gezeigt, dass er nach wie vor zu den weltbesten Skibergsteigern gehört.“ 

Toni Palzer, Foto Mantler
Espoir-Gesamtsieg für Palzer, Palzer und Rottmoser unter den Top Ten
Den Weltcupgesamtsieg 2014 holten sich Laetitia Roux (Frankreich) bei den Damen. Die auch alle Disziplinwertungen für sich entschied. Bei den Herren ging der Sieg an Damiano Lenzi (Italien). Toni Palzer belegt Rang 6, Sepp Rottmoser Rang 9, Toni Lautenbacher Rang 47, Cornelius Unger Rang 57. In der Individual-Gesamtwertung 2014 siegte der Franzose William Bon Mardion. Toni Palzer belegt hier Rang 7. Sepp Rottmoser folgt auf Rang 14, Toni Lautenbacher auf Rang 44, Cornelius Unger auf Rang 66. Der Gesamtsieg im Vertical-Cup 2014 ging ebenfalls an Damiano Lenzi. Toni Palzer wird hier ebenfalls Siebter, Sepp Rottmoser folgt auf Rang 19, Cornelius Unger auf Rang 67. 

Toni Palzer gewinnt mit 800 Punkten nicht nur überlegen den Gesamtweltcup in der Espoir-Klasse vor dem Italiener Nadir Maguet (535 Punkte) und dem Franzosen Leo Viret (426), sondern siegt auch in allen Einzeldisziplinen. Alle Ergebnisse der diesjährigen Weltcupsaison gibt es unter www.ismf-ski.org. Petra Rapp