Mittwoch, 15. Februar 2017

Start des "THULE FreerideTestivals 2017" in Saalbach

Foto Mirja Geh
Am kommenden Wochenende, 18. und 19. Februar 2017, startet das "THULE FreerideTestival 2017 presented by BMW xDrive" in Saalbach in Saalbach im Salzburger Land. Mehr als 30 Marken bieten ihre neuesten Produkte zum kostenlosen Test an, gleichzeitig wird ein umfangreiches Rahmenprogramm für Freerider jeden Levels angeboten.

Mehr Tourstopps, mehr Aussteller, mehr Programm – das FreerideTestival geht diesen Winter bereits in seine vierte Saison. Beim ersten Tourstopp am 18. und 19. Februar in Saalbach präsentieren rund 35 Marken das neueste Freeride-Equipment an der Talstation der Reiterkogelbahn zum kostenlosen Test. Eine Anmeldung dafür ist nicht notwendig, einfach vorbeikommen, einen Ausweis oder Führerschein als Pfand hinterlegen und das Material sofort ausprobieren.

Frischer Powder ist zwar derzeit nicht angesagt, aber die Schneelage gut, so dass das weitläufige und abwechslungsreiche Gebiet des Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn dann auch eine schöne Kulisse bieten wird, um das Equipment auf Herz und Nieren zu testen. Durch den Zusammenschluss mit dem Tiroler Skigebiet Fieberbrunn ist hier eines der größten und vielseitigsten Skigebiete der Alpen entstanden - und das Areal hat sich zum absoluten Freeride-Hotspot der Szene entwickelt. Der Skicircus bietet dabei sowohl für Einsteiger, als auch für Freeride-Pros das passende Angebot und ist dazu auch noch von allen Seiten aus schnell zu erreichen.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm rundet die Veranstaltung ab. Wer noch nicht so viel Erfahrung beim Freeriden abseits der Piste hat, für den sind die Freeride-Kurse und die geführten Freeride-Touren mit der Freeride-Skischool Saalbach der ideale Einstieg. Auch die kostenfreien „Lawinen-Quickies“ des SAAC richten sich inbesondere an Einsteiger, vermitteln sie doch in rund 2,5 Stunden Basiswissen zu Lawinen und anderen alpinen Gefahren. Ebenfalls im Mittelpunkt steht das Thema Sicherheit beim „Safety Pro“-Workshop von SnowHow und Guidefinder. Und beim exklusiven Ladies-Freeride-Special in Saalbach können die Mädels gemeinsam mit Local Sabine Schipflinger die besten Spots im Gebiet erkunden. Achtung: Bei allen Programmpunkten stehen noch einige Plätze zur Verfügung, die spontan direkt vor Ort gebucht werden können.

Foto Andreas Figl
Auch die internationalen Freeride-Athleten der beiden Marken werden vor Ort sein. Gemeinsam mit den Profis können die Teilnehmer ein paar Runden drehen und dabei mit Sicherheit den ein oder anderen Experten-Tipp mitnehmen. Anschließend kann man beim gemütlichen Get-Together in der THULE Lounge den Tag mit Musik, Drinks und Gesprächen mit den Pro-Fahrern Revue passieren lassen.

Weitere Highlights im Rahmen des FreerideTestivals sind die "THULE Challenge by iSki X", bei der es Sachpreise im Wert von insgesamt über 3.000 Euro zu gewinnen gibt. Und der gratis BMW xDrive-Shuttle bringt die Freerider ganz bequem vom Ende der besten Freeride-Abfahrten bequem und sicher zurück zum Lift. Tipp: Reserviere Dir Deinen BMW-Stocknagel, die Eintrittskarte für den xDrive-Shuttle, schon jetzt gratis im Internet unter www.bmw-mountains.com/freeride-testival.

Warth-Schröcken und Kaunertal nächste Stationen

Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung in Saalbach findet die Veranstaltungsreihe am 11. und 12. März in Warth-Schröcken am Arlberg und am 25. und 26. März am Kaunertaler Gletscher seine Fortsetzung. Weitere Informationen auf www.freeride-testival.com oder unter https://www.facebook.com/FreerideTestival/

Montag, 13. Februar 2017

Top-Leistung in Sapporo - Kombinierer Jakob Lange wird ausgezeichneter Vierter beim Weltcup in Japan

Jakob Lange, Foto Romina Eggert
Toller Erfolg für den Inngauer Jakob Lange (Jahrgang 1995): Der Flintsbacher, der für den ASV Kiefersfelden startet und bereits in der Vorwoche im südkoreanischen PeyongChang mit den Plätzen 18. und 13. im Weltcup aufhorchen ließ, erzielte mit Rang vier in Sapporo/Japan sein bisher bestes Weltcupergebnis.

Zwar fehlten in Sapporo einige der Top-Athleten, die die Zeit vor der in Kürze beginnenden Nordischen Ski-WM im finnischen Lahti (22.2-5.3.2017) noch zur Regeneration nutzten, dennoch war das Feld mit 44 Startern aus elf Nationen stark besetzt. Österreich und Norwegen hielten dort zudem ihre letzten WM-Ausscheidungsrennen ab, was zusätzliche Spannung verhieß. Die Weltcupbewerbe wurden auf den Olympiaanlagen von Sapporo und der dortigen Schanze mit einem K-Punkt von 130 m ausgetragen. Der extrem laufstarke Kombinierer kam in Japan vom ersten Sprung an gut mit den Wettkampfanlagen zurecht. Und diesmal passte es auch im Wettkampf: Top-Speed in der Anlaufspur, etwas Aufwind und ein technisch sauberer und pünktlicher Absprung am Schanzentisch brachten Jakob Lange auf 128 Meter mit sicherer Telemark-Landung. Er erhielt dafür Noten zwischen 18,0 und 18,5 und platzierte sich auf dem sehr starken 14. Rang nach dem Sprungwettkampf. Für den Inngauer die bisher beste Ausganslage vor einem Weltcuplauf seit seinem Comeback nach seiner Knie-Operation.

Foto: Romina Eggert
Auf der sehr selektiven Laufstrecke mit zwei anspruchsvollen Anstiegen ging er mit folgender Taktik an den Start: schnell anlaufen, bis zu Kilometer 2,5 die direkt um ihn herum gestarteten Läufer überholen und darauf warten, dass der einige Sekunden hinter ihm gestartete, starke norwegische Olympiasieger Miko Kokslien, aufläuft. Eine erfolgreiche Taktik, wie sich zeigen sollte. Lange arbeitete sich bis zum Zusammenschluss mit Kokslien nach 2,5 km bereits auf den 10. Platz nach vorne, eine gemeinsame Aufholjagd begann.

Das Duo Lange/Kokslien hatte zu diesem Zeitpunkt noch 1:06 Minuten Rückstand auf das Podest. Sie arbeiteten sich gemeinsam nach vorne und verkürzten den Abstand bis Kilometer 5 bereits auf nur noch 20 Sekunden. Nun ging es in einer 10-Mann starken Gruppe und taktischen Spielchen weiter. Bis Kilometer 8,8 platzte ein Läufer nach dem anderen aus dieser Gruppe heraus. Auf dem letzten Kilometer kam es zu einer Rally mit nochmaliger Tempoverschärfung und einem Zweikampf zwischen dem Norweger und Lange, den Kokslien erst auf der Zielgeraden mit zwei Sekunden Vorsprung für sich entschied und so noch als Dritter hinter Sieger Björn Kircheisen (WSV Johanngeorgenstadt) und dem Japaner Akito Watabe auf das Weltcup-Podium stürmte. Jakob Lange war jedoch auch mit dem vierten Platz, den er mit drittbester Laufzeit im Gesamtklassement erkämpfte, und den dabei erzielten 50 Weltcuppunkten mehr als glücklich.

Beim zweiten Wettbewerb in Sapporo am Tag darauf musste Lange dann doch dem Vortag kräftemäßig Tribut zollen. Nach dem Springen diesmal nur auf Rang 32, konnte er dennoch auf Rang 22 vorlaufen. Mittlerweile ist Jakob Lange wieder zuhause im Inntal angekommen. Hier ist erst einmal Ruhe und Regeneration angesagt, um dann wieder nach der WM, wo Lange nicht dabei sein wird, mit neuem Schwung voraussichtlich zu den noch ausstehenden Weltcuprennen in Richtung Trondheim und Oslo zu starten. Petra Rapp

Tiefschnee-Tage im März im Kühtai

Foto ALPIN - Birgit Geldern
In Österreichs höchstgelegenem Weltcuport Kühtai nahe Innsbruck finden von 17. bis 19. März 2017 bereits zum dritten Mal die ALPIN-Tiefschneetage statt. Dort gibt es eine Vielzahl an Kursen und geführten Skitouren sowie den wohl größten Materialtest der Branche.

Dann, wenn sich viele schon über ein nahendes Ende des Winters freuen, genau dann treten Skitouren- und Tiefschneefans die Reise ins Kühtai auf 2.020 m Seehöhe an: Dort treffen sich bei den Tiefschneetagen rund 750 Teilnehmer und 70 geprüfte Bergführer und begeben sich auf Tour in die Bergwelt von Kühtai und dem Sellraintal. 

Foto: ALPIN Birgit Geldern
Alle namhaften Hersteller und Firmen präsentieren das neueste Material zum kostenlosen Test. Nur eine halbe Autostunde von der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck entfernt, bieten die Berge des Weltcuports das ideale Terrain für alle Könnerstufen vom Einsteiger bis zum Profi. „Rietzer Grießkogel“, „Zwieselbacher Roßkogel“ oder „Hochalter“ und „Hochwanner“ - so heißen nur einige der schönsten Gipfel im und um das Kühtai, die allerhöchstes Tourenvergnügen versprechen. Während der ALPIN-Tiefschneetage können die Teilnehmer unter professioneller Begleitung eines Bergführers im Rahmen von über zwanzig verschiedenen Halbtages-, Ganztages- oder Nachtskitouren das vielfältige Gelände erkunden, aber auch eine Nacht im Biwak verbringen, einem Technikkurs beiwohnen, eine Schneeschuhwanderung unternehmen oder ein Lawinen-Verschütteten-Suchtraining (LVS) absolvieren. Am Samstag, 18. März, findet zudem im Dorfstadl beim Tiroler Abend ein großes Get-Together statt. Und das alles für eine Teilnahmegebühr von knapp 90 Euro.

Weitere Informationen und Detailprogramm zu den Tiefschneetagen:

Dienstag, 7. Februar 2017

Mit Geduld zurück - Kombinierer Jakob Lange etabliert sich im Weltcupteam und überzeugt in Südkorea mit Rang 13

Jakob Lange, (c)Romina Eggert
„Hab‘ Geduld, alle Dinge sind schwierig, bevor sie leicht werden“, besagt ein französisches Sprichwort. Ausreichend lange Geduld zu haben, ist nicht leicht für einen jungen Sportler, der auf dem Weg in die absolute Weltspitze war und dann durch eine schwere Knieverletzung weit zurückgeworfen wurde (wir berichteten). Aber der Nordische Kombinierer Jakob Lange (1995) vom WSV Kiefersfelden hat inzwischen gelernt, dass Ungeduld gerade in einer technisch und mental so diffizilen Disziplin wie Skispringen nichts bringt. Die besagte Leichtigkeit ist zwar nach dem schweren Sturz beim Springen in Seefeld vor knapp einem Jahr noch nicht wieder ganz da, aber in der Loipe ist er schon wieder extrem stark, was dem jungen Inngauer nach passablen ersten Weltcupergebnissen im Dezember und DSV-interner Qualifikation auch das Startrecht für die weiteren Weltcuprennen in dieser Saison eingebracht hat. 

Laufstark zu Weltcuppunkten 

laufstark - Jakob Lange, (c)Romina Eggert
Jakob Lange durfte so mit dem in dieser Saison alles dominierende DSV-Weltcupteam um die Stars der Szene wie Eric Frenzel, Fabian Rießle und Johannes Rydzek Anfang Januar in Lahti/Finnland an den Start gehen. Dort gelang es dem jungen Kombinierer auf den Strecken der diesjährigen Nordischen Ski-WM am zweiten Wettkampftag, auf den achtbaren 25. Platz nach vorne zu laufen. In der darauffolgenden Woche ging es nach Val di Fiemme/Südtirol zum Dreier-Weltcup mit zwei Einzelrennen über 10 km sowie dem 2er Teamsprint. Lange war nach dem Springen auf Platz 34, konnte sich dank seiner Laufstärke aber noch auf den 17. Platz vorkämpfen. Am Folgetag wurde der junge Flintsbacher von den Bundestrainern Weinbuch und Ackermann in das Team DSV 1 zusammen mit dem Schwarzwälder Manuell Faisst aus Baiersbronn gesetzt. Nachdem beide Athleten nicht die besten Sprünge erzielten, mussten sie auf Rang 13 mit 1,14 Minuten Rückstand an den Start gehen. Mit wiederum sehr starker Laufleistung kämpften sich die beiden Nachwuchsathleten noch auf den ausgezeichneten sechsten Gesamtrang nach vorne. Dabei erzielte Jakob Lange die viertschnellste Laufzeit aller Athleten. Am Abschlusstag konnte sich Jakob Lange noch einmal auf der sehr anspruchsvollen Strecke vom 37. Platz auf den guten 21. Gesamtrang verbessern und erneut Weltcuppunkte einfahren. Im französischen ChauxNeuve eine Woche später gelang es ihm trotz verkürzter Laufstrecke mit einfachem Streckenprofil noch einmal auf den 27. Platz in die Weltcupränge vorzulaufen. 


Chancenlos in Seefeld, Erfolg in Asien

Zum Auftakt der dritten Weltcupperiode ging es zum berühmten Seefeld-Triple, das reglementbedingt sehr sprunglastig ausgerichtet ist und bei dem Jakob Lange in der Vorsaison seinen Horror-Sturz hinnehmen musste. Seefeld war allerdings auch in diesem Jahr kein gutes Pflaster für Lange, so dass er hier erstmals in dieser Saison keine Weltcuppunkte erringen konnte. Umso erfreulicher, dass die Bundestrainer trotzdem an dem Flintsbacher festhielten und ihn für die große Asien-Tour nominierten.

Nach einer 30-stündigen Anreise-Odyssee zum Weltcup nach Pyeongchang/Südkorea zu den Anlagen der Olympischen Spiele 2018 ließ Lange dort bereits am ersten Wettkampftag mit einem 18. Rang aufhorchen. Am zweiten Wettkampftag nutzte er die Chance, dass einige Top-Athleten fehlten und konnte mit dem 26. Rang im Springen den Abstand zur Spitze vor dem Skaten etwas mehr in Grenzen halten. Mit der wohl bisher besten Laufleistung dieser Saison erzielte er am Ende Platz 13 im Gesamtklassement, holte sich damit nicht nur sein bisher zweitbestes Karriereresultat, sondern auch eine große Portion Balsam für die noch bisweilen verunsicherte, junge Sportlerseele auf dem Weg zurück.

Am kommenden Wochenende warten in Sapporo/Japan zwei weitere Weltcup-Bewerbe auf den jungen DSV-Athleten aus dem Inntal, der derzeit mit 91 Weltcuppunkten im Gesamtweltcup Rang 34 belegt. Petra Rapp

Links Nordische Kombination:

Facebook Jakob Lange
Deutscher Skiverband
FIS
Facebook FIS Nordic Combined