Freitag, 18. April 2014

BSV-Jubiläumsbuch: "Olympisches Bayern.100 Jahre Skisport"

Jubiläen sind immer ein schöner Anlass, Bilanz zu ziehen, zurückzublicken auf Vergangenes und ein wenig vorauszuschauen, was kommt. Der Bayerische Skiverband e.V. feiert im Jahr 2014 sein 100jähriges Verbandsjubiläum. Anlass genug für eine schöne Bilanz in Buchform: „Olympisches Bayern. 100 Jahre Skisport“, herausgegeben vom Bayerischen Skiverband in Zusammenarbeit mit dem Forum Verlag aus Regensburg.

Die ganze Faszination des Skisports, seine Höhen und Tiefen – das alles wird in dem Jubiläumsbuch von den Autoren Gerd und Wolfgang Otto zur Geltung gebracht. Dabei wird die ganze Entwicklung des Skifahrens von einem Fortbewegungsmittel in den Alpen und den einst so schneereichen bayerischen Mittelgebirgen hin zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen von Millionen nachgezeichnet. Es wird aber auch – was in einem Buch der Reihe „Olympisches Bayern“ natürlich nicht fehlen darf – an die vielen bayerischen Skifahrerinnen und -fahrer erinnert, die die Leidenschaft zu ihrem Sport „vergoldet“ haben. So wird an alle olympischen Medaillengewinnerinnen und -gewinner aus Bayern erinnert – von den ersten weiß-blauen Olympiasiegern Christl Cranz und Franz Pfnür bis zu den aktuellen Stars der Olympischen und Paralympischen Spiele von Sotschi.

Am 20. Juli 2014 jährt sich die Gründung des Bayerischen Skiverbandes zum 100. Male. Gedacht wird in den Buch deshalb auch an die vielen Frauen und Männer im Hintergrund, ohne die ein Verband wie der BSV mit seinen 280 000 Mitgliedern in 1320 Vereinen nicht so erfolgreich sein könnte. Den umfangreichsten Teil des Buches nimmt daher auch die Vorstellung des größten und erfolgreichsten DSV-Landesverbands und seiner elf teilweise noch älteren Regionalverbände ein. 

Daten zum Buch: "Olympisches Bayern. 100 Jahre Skisport", Gerd Otto/Wolfgang Otto (unter redaktioneller Mitarbeit von Dr. Volker Audorff, Katharina Heigl, Karl Stankiewitz und Wolfgang Weißmüller), ISBN 978-3-9816128-13, € 19,90, www.forum-verlag-otto.de


M. Vogt (Mitte) mit den Autoren
Miriam Vogt, Präsidentin des Bayerischen Skiverbandes zum Buch:

Wintersport in Bayern ist ein Kulturgut mit einer langen und traditionsreichen Geschichte, fest verankert in der bayerischen Bevölkerung. Als Präsidentin des Bayerischen Skiverbandes blicke ich mit Freude und Stolz auf das 100 jährige Verbandsjubiläum voraus. 

Die Erfolgsgeschichte des Bayerischen Skiverbandes ist geprägt durch das Engagement und das Herzblut der Menschen in den Vereinen, den Regionen und in der Führung des Verbandes, sowohl im Haupt-, als auch im Ehrenamt. 

Die Basis für den Skisport in Bayern bilden die ca. 1.320 Vereine mit ihren Mitgliedern. Hier werden Kinder für den Skisport begeistert, finden Jugendliche, Erwachsene, Familien und Senioren vielfältige Angebote, der Leidenschaft Skisport gemeinsam mit Gleichgesinnten nachzugehen. Für die Vielzahl unserer Mitglieder steht der Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport im Fokus. Der Bayerische Skiverband unterstützt die Arbeit der Vereine mit innovativen Projekten wie der Ehrenamtsoffensive, den Gesundheitsstützpunkten oder dem BSV Vereinswettbewerb. Talente haben die Möglichkeit, sich in den Leistungssport-Strukturen des Bayerischen Skiverbandes und seinen elf regionalen Verbänden optimal zu entwickeln. Der Bayerische Skiverband ist hier das Bindeglied zu den Nationalmannschaften des Deutschen Skiverbandes. Mit unseren hervorragenden Sportstätten, den Partnerschulen des Wintersports sowie den beiden Eliteschulen des Sports in Berchtesgaden und Oberstdorf haben wir, gemeinsam mit der Staatsregierung des Freistaates Bayern, ideale Rahmenbedingungen geschaffen. 
Eine wichtige Säule des Bayerischen Skiverbandes ist das Aus- und Fortbildungswesen. Ein hoch qualifiziertes Landeslehrteam sorgt dafür, dass die über 7.500 lizenzierten Übungsleiter ihr Wissen laufend aktualisieren, um so mit hoher Qualität Kurse für die Mitglieder in den Skivereinen anbieten zu können. 

Bayern steht zudem für zahlreiche Wintersport-Großveranstaltungen. In nahezu allen Ski- und Snowboarddisziplinen wurden und werden regelmäßig Weltcups ausgetragen, zahlreiche Weltmeisterschaften wurden erfolgreich veranstaltet. Hier zeigt sich die gesamte Begeisterung für den Skisport und welchen besonderen Stellenwert dieser Sport in unserem Land genießt. 

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir als großer Landesverband noch näher an die Menschen rücken. Die Bedürfnisse unserer Athleten, deren Eltern und unserer Mitarbeiter in Haupt- und Ehrenamt werden wir künftig noch stärker in den Fokus stellen, um unserer Rolle als moderner und professioneller Dienstleister gerecht zu werden. Der Erfolg ist nur gemeinsam mit starken Partnern möglich. Hierzu zähle ich unsere verlässlichen Partner aus der Wirtschaft genauso, wie die Bayerische Staatsregierung, den Bayerischen Landessportverband und den Deutschen Skiverband. 

Mein besonderer Dank geht an die Autoren dieses Buches, Gerd Otto und Dr. Wolfgang Otto. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass im Jubiläumsjahr des Bayerischen Skiverbandes ein Buch vorliegt, welches weit mehr ist als eine Chronik. Es ist ihnen gelungen, einen umfassenden Einblick in die vielfältige und faszinierende Welt des Wintersports in Bayern zu geben, dessen Anfänge weit in die Zeit vor die Gründung des BSV zurückgehen. 

Mittwoch, 16. April 2014

Finale der Skibergsteiger in Tromsö: Rottmoser starker Achter im Individual, Palzer Elfter und Espoir-Weltcupgesamtsieger

Sepp Rottmoser, Foto Stephan Mantler
In Tromsö (Norwegen) traf sich nach einer langen Saison am vergangenen Wochenende die Elite der Skibergsteiger zum großen Saisonfinale des Scarpa ISFM World Cup 2014. Auf dem Programm standen die Disziplinen Individual und Sprint. Mit dabei aus dem DAV-Team waren die beiden Top-Athleten Toni Palzer (Berchtesgaden) und Sepp Rottmoser (Rosenheim), der am Samstag beim Individualrennen Rang Acht belegt. Toni Palzer kam auf Rang Elf, siegte aber einmal mehr in der der Espoir-Klasse (U23), in der er schon vor dem Rennen als Weltcup-Gesamtsieger feststand. Das Sprintrennen am Sonntag musste leider bei den Herren abgebrochen werden. Sehr schade für die beiden Deutschen, die das erste Sprintrennen der Saison in Pitturina mit einem Doppelsieg (Rottmoser vor Palzer) für sich entscheiden konnten.

Olympiastimmung
Die Stimmung in Tromsö war auch in diesem Jahr ausgezeichnet, zumal die Nachricht, dass das IOC Exekutivkomitee bei seiner Sitzung in Antalya vergangene Woche Skibergsteigen als Sportart, die die Bedingungen der IOC-Charta erfüllt, schnell die Runde machte. Skibergsteigen ist damit offiziell beim IOC anerkannt und einer Olympia-Bewerbung steht damit nichts mehr im Weg. Motivation pur für junge Athleten wie Toni Palzer. Der 20jährige Sportsoldat aus der Ramsau und Sepp Rottmoser (24) wurden von Betreuer Bernhard Bliemsrieder und Physio Engelbert Fuchs begleitet. Toni Lautenbacher (Bad Tölz) war leider nach seinem Sturz beim Weltcup in Les Diablerets nicht mehr rechtzeitig der Einstieg ins Training möglich gewesen. Er fehlte beim Saisonfinale in Norwegen genauso wie Cornelius Unger (Berchtesgaden), der wegen seines Trainingsrückstands nach Rückenproblemen auf einen Start verzichtet hat. 

Rottmoser mit bester Saisonleistung beim Individual
Palzer und Rottmoser gingen am Samstag bestens vorbereitet an den Start des Individualrennens am Blatind. Dort wurde der Streckenverlauf im Vergleich zum Vorjahr kurzfristig aus wettertechnischen Gründen geändert. Die Athleten mussten so zwei Runden mit einigen Aufstiegen und Abfahrten zurücklegen. Toni Palzer war die lange und kräftezehrende Saison nun doch anzumerken. Die Beine wurden bei ihm am Ende schwer und er kam in 1.28,53 unter seinen eigenen Erwartungen als Elfter ins Ziel. Der Sieg in der Espoir-Klasse war ihm aber auch in Tromsö nicht zu nehmen. Sepp Rottmoser konnte sich dagegen mit einer sehr starken Leistung in 1.27,46 den achten Platz und damit sein bestes Saisonresultat in dieser Disziplin erlaufen. Es siegte der Franzose William Bon Mardion in 1.23,01 vor den beiden Italienern Damiano Lenzi und Manfred Reichegger. Bei den Damen holte sich in Tromsö einmal mehr Laetitia Roux aus Frankreich vor der Schweizerin Maude Mathys und der Französin Valentin Fabre den Titel.

Zeitmessung streikt beim Sprint
Nachdem am Sonntagvormittag das Sprintrennen der Damen mit einem erneuten Sieg von Laetitia Roux beendet war, gingen die Herren zum letzten Saisonrennen an den Start. Vor allem Sprintweltmeister Sepp Rottmoser wollte hier, nachdem in dieser Saison nur zwei Sprintrennen auf dem Weltcupprogramm standen, seine eigentliche Stärke unter Beweis stellen und noch einmal punkten. Während der Qualifikation kam es aber bei der Zeitnahme immer wieder zu erheblichen technischen Störungen, die die Organisatoren zwangen, das Rennen letztendlich abzubrechen. „Das war schon ziemlich schade, weil Sepp und Toni sehr gut dabei waren und sicher um den Sieg mitgelaufen wären“, meinte Bernhard Bliemsrieder nach dem Rennen. „Aber insgesamt war es schon eine sehr gute Saison von den Jungs. Dass Toni in seiner ersten Saison sich so beständig bei den Senioren vorne platziert und gleich unter die besten Fünf läuft, hat niemand erwartet. Und auch Sepp hat mit seinem Sprintsieg in Pitturina und seinem gestrigen achten Platz gezeigt, dass er nach wie vor zu den weltbesten Skibergsteigern gehört.“ 

Toni Palzer, Foto Mantler
Espoir-Gesamtsieg für Palzer, Palzer und Rottmoser unter den Top Ten
Den Weltcupgesamtsieg 2014 holten sich Laetitia Roux (Frankreich) bei den Damen. Die auch alle Disziplinwertungen für sich entschied. Bei den Herren ging der Sieg an Damiano Lenzi (Italien). Toni Palzer belegt Rang 6, Sepp Rottmoser Rang 9, Toni Lautenbacher Rang 47, Cornelius Unger Rang 57. In der Individual-Gesamtwertung 2014 siegte der Franzose William Bon Mardion. Toni Palzer belegt hier Rang 7. Sepp Rottmoser folgt auf Rang 14, Toni Lautenbacher auf Rang 44, Cornelius Unger auf Rang 66. Der Gesamtsieg im Vertical-Cup 2014 ging ebenfalls an Damiano Lenzi. Toni Palzer wird hier ebenfalls Siebter, Sepp Rottmoser folgt auf Rang 19, Cornelius Unger auf Rang 67. 

Toni Palzer gewinnt mit 800 Punkten nicht nur überlegen den Gesamtweltcup in der Espoir-Klasse vor dem Italiener Nadir Maguet (535 Punkte) und dem Franzosen Leo Viret (426), sondern siegt auch in allen Einzeldisziplinen. Alle Ergebnisse der diesjährigen Weltcupsaison gibt es unter www.ismf-ski.org. Petra Rapp

Montag, 14. April 2014

DSV-News: Markus Anwander neuer Bundestrainer Alpin Damen, Andreas Ertl neuer Cheftrainer Nachwuchs

Im Rahmen der disziplinenspezifischen Trainerklausuren in Planegg gibt der Deutsche Skiverband weitere personelle Veränderungen für die Disziplin Alpin bekannt.

Markus Anwander übernimmt ab sofort die Leitung der alpinen Damenmannschaft. Anwander folgt auf Thomas Stauffer, der den Deutschen Skiverband zum Saisonende verlassen hat. Der 53-jährige Anwander leitete in den vergangenen drei Jahren den Bundestützpunkt in Garmisch-Partenkirchen. Zuvor stand Anwander, der seit 1988 beim Deutschen Skiverband als Trainer tätig ist, in zahlreichen Funktionen und Alpin-Mannschaften in der Verantwortung. Der diplomierte Trainer war unter anderem über viele Jahre Wegbegleiter von Katja Seizinger und Maria Höfl-Riesch. "Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung und die Arbeit mit dem alpinen Damenteam. Strukturen und Kollegen sind mir nach meiner langjährigen Tätigkeit im Verband bestens vertraut. Ich bin deshalb zuversichtlich, mit meinem Know-how und meiner Erfahrung gemeinsam mit dem neu formierten Trainerteam den alpinen Damenrennsport positiv weiterzuentwickeln."

Christian Schwaiger, seit acht Jahren als Technik-Trainer für die alpinen Damen verantwortlich, wechselt ins Herren-Team. Schwaiger wird zukünftig als leitender Disziplintrainer die Speed-Gruppen betreuen.

Andreas Ertl übernimmt ab sofort das Amt des Cheftrainers Nachwuchs Alpin und löst damit Martin Oßwald ab, der altersbedingt aus dem DSV ausscheidet. Der 38-jährige Diplomtrainer Ertl stand zuletzt als Leitender Trainer der LG IIb Herren in der Verantwortung. Ertl ist in Abstimmung mit den Bundestrainern sowie dem alpinen Sportdirektor Wolfgang Maier maßgeblich für die Entwicklung und Förderung junger Talente verantwortlich.

"Mit der Neubesetzung der Schlüsselpositionen in der Disziplin Alpin haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um erfolgreich in den anstehenden WM-Winter zu starten", sagt Wolfgang Maier, Sportdirektor Alpin des Deutschen Skiverbandes. "Mit Markus Anwander, Mathias Berthold und Andreas Ertl haben wir erfahrene Trainer in der Verantwortung, die sich zukünftig noch enger untereinander abstimmen werden, um die Gesamtentwicklung der Disziplin Alpin nachhaltig voranzutreiben." pr

Freitag, 11. April 2014

„Ich werde immer Skisportlerin bleiben“ - DSV-Skirennläuferin Veronika Staber vom WSV Samerberg beendet ihre Karriere

Veronika Staber (WSV Samerberg), Foto DSV
Veronika Staber ist ein sehr konsequenter Mensch. Auch, wenn diese Konsequenz nicht immer leicht fällt und jetzt schon auch mit großer Wehmut verbunden ist, das ist der Törwangerin schnell anzumerken. Die 26jährige, dreifache Deutsche Meisterin (Riesenslalom 2006 und 2011, Slalom 2012) und Rosenheims Sportlerin des Jahres 2011 hat sich dazu entschlossen, ihre aktive Karriere als Skirennläuferin zu beenden. „Sotchi war nochmal mein ganz großes Ziel, das habe ich nicht erreicht. Also ist jetzt Schluss für mich.“

Gerade jetzt, wo es am Ende der Saison gut lief für sie und sie im Europacup sowie bei den Österreichischen Meisterschaften noch einmal mit richtig guten Ergebnissen aufhorchen ließ? Wo das DSV-Team nach dem Rücktritt von Maria Höfl-Riesch eigentlich dringend gute Slalomläuferinnen bräuchte? Wo mit der alpinen Ski-WM in Vail doch noch ein erstrebenswertes Ziel in der nächsten Saison anstünde? „Mein Entschluss steht fest. Leistungssport ist knallhart und die letzte Saison war mit so vielen Frustrationen für mich verbunden. Es reicht jetzt einfach. Ich denke, ich habe genug gekämpft in meiner Karriere und es war mit Sicherheit auch eine phantastische Zeit, aus der ich sehr viel mitnehme. Ich weiß auch, dass ich leider mein wirkliches Potential nie ganz umsetzen konnte. Aber da gehört einfach auch sehr viel Glück dazu. Ich bin froh, einigermaßen gesund dabei herausgekommen zu sein und freue mich jetzt auf meinen neuen Lebensabschnitt“, sagt Staber.

Vroni sagt "Servus", Foto privat
Mit 17 galt die Polizeimeisterin als eines der größten Talente im Deutschen Skiverband, holte sich ihren ersten deutschen Meistertitel im Riesenslalom und fuhr als jüngstes Kadermitglied der Lehrgangsstufe 1 ihre ersten Weltcuprennen. Eine Woche vor ihrem großen internationalen Debüt bei der WM im Februar 2007 in Ǻre/Schweden verletzte sie sich bei einem Europacuprennen schwer am Knie. Nach langer Reha dann Ende 2008 ein weiterer Sturz mit schweren Folgen und erneuter, dritter Operation am Knie. Sie kämpft sich wieder zurück, getragen vom unglaublichen Spaß, den sie am Skisport hat. Und muss dabei mit einem schweren privaten Schicksalsschlag, als ihr Vater und Mentor Ernst Staber 2009 in einer Lawine am Wendelstein ums Leben kommt, fertig werden. Sie erreicht als bestes Ergebnis ihrer Karriere einen zwölften Platz beim Riesenslalom am Arber und ist bei den Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen im Februar 2011 mit dabei, wo sie 30ste im Riesenslalom wird. Aber sie scheidet auch nach sehr guten ersten Durchgängen oft aus, fällt in der Saison 2012 aus dem Weltcupteam und wird zurückgestuft in den Förderkader, so dass sie sich mehr oder weniger alleine auf die vergangene Saison vorbereiten musste. Und auch während dieser Saison war sie oft ziemlich auf sich alleine gestellt, musste ihre Ski selbst präparieren und häufig auf eigene Faust irgendwo trainieren. Als sie im Februar dieses Jahres durch den plötzlichen Tod des Samerberger Skitrainers Georg Wimmer (44) erneut einen ihrer engsten Vertrauten und Trainer verliert, reift endgültig der Entschluss, ihre Karriere zu beenden. „Es ist für mich jetzt Zeit, ein wenig von dem zurückzugeben, was ich von so vielen Seiten an Unterstützung erhalten habe. Ich möchte mich bei meiner Familie, meinen Freunden, Trainern, bei der Bundespolizeisportschule Bad Endorf und dem WSV Samerberg sehr dafür bedanken!“

Veronika Staber ist ein Mensch mit starken Wurzeln. Sie wird in den nächsten Wochen ihre Skilehrerausbildung machen und will dann den WSV Samerberg bei seiner Nachwuchsarbeit unterstützen, soweit es ihr zeitlich in Zukunft möglich sein wird. Denn auch beruflich will sie sich weiterentwickeln und neue Wege gehen. Mit Sicherheit auch hier konsequent und mit viel Leidenschaft. Petra Rapp