Dienstag, 24. Januar 2017

Bayerische Snowboard-Meisterschaft am Sudelfeld

Foto: Snowboard Bayern
Am letzten Januar-Wochenende, 28./29.01.2017 fighten am Sudelfeld bei der Bayerischen Meisterschaft 2017 die Snowboard-Asse um die Krone der schnellsten bayerischen Slalom- und Riesenslalom-Spezialisten. Ein Doppel-Event der Sonderklasse, auch für Zuschauer, denn zeitgleich geht es dieses Jahr auch bei den Ski-Alpinen des BSV am Sudelfeld um die Titel. 

Der ausrichtende Verein SC Rosenheim heißt bei besten winterlichen Bedingungen die schnellsten bayerischen Snowboarder an seinem Hausberg willkommen. Am Samstag starten die Racer in den Kategorien Schüler (U12), Junioren (U15) und Offen im Riesenslalom und am Sonntag am Grafenherberglift im Slalom. Die Teilnahme am Wettkampf ist für alle interessierten Snowboard offen. Alexander Behounek, Snowboard-Sportwart des SV Inngau, ist zusammen mit Rennleiter Horst Schmid vom SC Rosenheim für die Bayerische Meisterschaft verantwortlich. Sie ist zugleich der 2. Tour Stopp der "Nobile German Race Series".

"Es ist das Highlight der Saison" erzählt der bayerische Landestrainer Sebastian Schöndorfer, der mit seinem Alpin-Kader und vielen Nachwuchsathleten vor Ort sein wird. Mit dabei sind der amtierende bayerische Meister 2016, Yannik Angenend vom FC Lengdorf, und die Taniguchi Brüder Cosmo und Kaijo aus der Münchner Talentschmiede von Hans Bussler (FC Aschheim), dessen Sohn Patrick mit dem Weltcup Team unterwegs ist. Kaijo wurde 2016 bayerischer Juniorenmeister. Außerdem geben sich je nach Terminkalender ein paar der besten deutschen Raceboarder aus der Snowboard Germany Nationalmannschaft am Sudelfeld die Ehre.  

Meldungen bis Donnerstag, 26.01. - Nachmeldungen sind auch noch Samstagmorgen im Race Office ab 8.30 vor Ort im Brotzeitstüberl am Rankenlift möglich. Die Rennen starten an beiden Tagen jeweils um 11.15 Uhr. Im Anschluss findet die Siegerehrung statt. Infos: alex.behounek@bsv-snowboard.de

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Montag, 23. Januar 2017

20. Allgäuer Lawinentag am 28. Januar am Nebelhorn

Foto: Petra Rapp
Auch in diesem bisher sehr kurzen Tiefschneewinter gab es bereits einige Lawinentote. Obwohl die Sicherheitsausrüstungen immer besserer werden, sterben jährlich nach wie vor durchschnittlich 120 Menschen bei Lawinenunfällen. Leider kann mangelndes Gefahrenbewusstsein nach wie vor nicht durch Sicherheitswettrüsten gut gemacht werden.

Wer sich deshalb präventiv umfassend informieren und schulen will, hat am Sonntag, den 29. Januar 2017 im Allgäu eine gute Gelegenheit. Dort findet bereits zum 20. mal der Allgäuer Lawinentag am Nebelhorn über Oberstdorf statt.

Foto: Bernd Zehetleitner
Bis zu 200 Gäste nehmen jedes Jahr an dieser Lawinen Präventions-Veranstaltung teil. Bergschule, Bergwacht Allgäu, Allgäuer Zeitung, Bergbahnen Oberstdorf und das Team vom Rettungshubschrauber Christoph 17 arbeiten hier vorbildlich zusammen. Die Teilnehmer werden hier absolut neutral über Prävention und Lawinenrettung informiert. Lawinen- und Rettungsspezialisten stellen gängige Such- u. Rettungsmittel sowie neueste Entwicklungen theoretisch und praktisch mit Vor- u. Nachteilen vor. Nähere Infos auf www.lawinentag.de

Petra Rapp

Mittwoch, 11. Januar 2017

Jakob Lange mit Aufwärtstendenz - Inngauer Kombinierer mit bisherigem Weltcup-Comeback zufrieden

Jakob Lange, Foto Romina Eggert
Wieder ein Dreifachsieg vergangenes Wochenende im finnischen Lahti durch die DSV-Kombinierer. Fast schon unglaublich, mit welcher Dominanz die DSV-Athleten derzeit den Weltcup in der so anspruchsvollen Nordischen Kombination beherrschen. Und sicherlich nicht ganz einfach für einen jungen Athleten, mit Weltcup-Resultaten im 20er- und 30er-Bereich im derzeit weltbesten Team damit zu bestehen. Für Jakob Lange (Jg. 1995), nordischer Kombinierer vom WSV Kiefersfelden, bedeuten aber die bisher erzielten Weltcup-Punkte nach seiner schweren Knieverletzung und monatelanger Rehaphase im Frühjahr und Sommer vergangenen Jahres (wir berichteten), dass er den ersehnten Anschluss an die erweiterte Weltspitze bereits wieder geschafft hat. Er ist durchaus zufrieden mit seinem bisherigen Comeback. Auch, wenn das Springen nach seinem schweren Sturz von der Schanze Ende Januar in Seefeld doch noch nicht so richtig gut klappt. Im Laufen ist Lange aber bereits wieder ganz nah dran an der absoluten Weltspitze. 

Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Ruka/Kusamo auf der größten, aber auch windanfälligsten 140m-Schanze gelang es Jakob Lange, die Qualifikation für den Wettkampf im Springen zu bestehen und er kam sicher in den Wettbewerb. Mit der ausgezeichneten achten Laufzeit holte er dort bereits am ersten Weltcupwochenende mit dem 27. Platz die ersten Weltcuppunkte. Beim zweiten Weltcup im norwegischen Lillehammer konnte sich der Flintsbacher nach passabler Sprungleistung mit der vierten Laufzeit auf den 22. Gesamtrang vorlaufen. Zum Schluss der ersten Weltcupperiode ging es kurz vor Weihnachten dann nach Ramsau/Dachstein auf die sehr kleine 90m Schanze. Erneut gelang es ihm, mit einer ganz starken Laufleistung im Windschatten des Olympiasiegers Joergen Graabak aus Norwegen bis auf den 20. Platz vorzulaufen und sein bisher bestes Resultat in dieser Saison zu erzielen. Wäre in diesem Rennen nicht unmittelbar vor ihm ein Läufer im Anstieg zu Sturz gekommen, dann wäre dort wahrscheinlich das erste Top 10-Resultat in der noch jungen Karriere des ambitionierten Kombinierers fällig gewesen. Mit diesen Leistungen konnte sich Jakob Lange das Startrecht im starken DSV-Team für die zweite Weltcupperiode sichern. 

Anfang Januar im finnischen Lahti, Austragungsort der kommenden nordischen Skiweltmeisterschaften, zeigte sich Jakob Lange beim Springen nach einer separaten Sprungtrainingseinheit mit Trainer Florian Aichinger schon deutlich sicherer und trumpfte in der Spur wieder mit der viertbesten Laufzeit aller Athleten auf. Er wurde am Ende Fünfundzwanzigster und konnte sich so erneut in den Weltcuprängen platzieren. 

Nun gilt es für Jakob Lange, sich bei den anstehenden Weltcups im italienischen Val di Fiemme am kommenden Wochenende sowie dem darauffolgenden Weltcup im französischen Chaux-Neuve eine Woche später den weiteren Verbleib im Weltcup zu sichern. Petra Rapp

Freitag, 23. Dezember 2016

Mit Anspruch - Lämpersberg (2.202 m), Wildschönau (Tirol)

Die Wildschönau in Tirol bietet unendlich viele Tourenmöglichkeiten. Ein Klassiker in diesem urigen Hochtal in den Kitzbüheler Alpen ist der Lämpersberg, der oben bei guten Verhältnissen mit einer gigantischen Aussicht auf Hohe Tauern, Zillertaler und Stubaier Alpen wartet und mit wunderschönen, langen Hängen hinunter überzeugt. Hier kommen vor allem abfahrtsorientierte Freetourer voll auf ihre Kosten.

Klingt ziemlich gut und steht deshalb ganz oben auf der To-do-Tourenliste. „Die Chancen stehen 50:50, dass es heute aufreißt", meint Alex Holaus frühmorgens am Telefon. Geschneit hat es über Nacht, es könnte also durchaus traumhaft werden, wenn es die Sonne tatsächlich durch das Wolkendickicht am Himmel schaffen sollte. So genau weiß man das ja nie in den Bergen. Alex ist Ski- und Bergführer – sowie leidenschaftlicher Telemarker. Er kommt eigentlich aus Kals am Großglockner, lebt aber seit über 30 Jahren in der Wildschönau. Alex will mit uns hinauf zum Lämpersberg und vor allem die oben steilen und unten schönen wie breiten Wiesenhänge wieder hinunter in Richtung Auffach. Diese sollen an einem Powdertag wie diesem hier in der Region kaum zu überbieten sein, sagt er, weshalb diese Tour zu seinen Lieblingstouren in der Wildschönau zählt. Sichere Schneeverhältnisse aber vorausgesetzt, weil der Berg vor allem im Gipfelbereich ein nicht ganz ungefährliches Steilstück aufweist.

Wir sind spät dran, wollen den Aufstieg von knapp 1100 Höhenmeter, den die Tourengeher normalerweise kurz vor der Schönangeralm hinter Auffach starten, deshalb ein wenig verkürzen und nutzen ein spezielles Skitourenticket der Schatzbergbahn. Ein wenig Einfahren auf der Piste hinüber zum Startpunkt am Speichersee, LVS-Check und Auffellen. Extrem gut, dass Alex die Berge hier wie seine Westentasche kennt. Denn beim Aufstieg durch den nahezu noch unverspurten Schnee vorbei an der Joelspitze (1964m) lässt sich der Planet zwar immer wieder mal sehen, aber die letzten Höhenmeter hinauf zum Gipfel komplettes Whiteout. Ohne ortskundigen Guide wäre für uns mangels Orientierung schon längst Umkehren angesagt. Kurzer Zwischenstopp, weil Alex im tiefen Schnee immer wieder die Teller seiner antiken Bambusstöcke verliert, die er notdürftig mit Kabelbinder repariert. 

Ungemütlich ist es oben am Gipfelkreuz, vom ansonsten so grandiosen Panorama diesmal nicht viel zu sehen, weshalb die Pause auch nur kurz ausfällt. Die Abfahrt in den ersten Hängen ist bei der schlechten Sicht und der besagten Steilheit hier oben heikel, vorsichtiges Queren auf Bergführer-Anweisung deshalb angesagt. Weiter unten wird es wesentlich entspannter. Zwischendurch gibt es auf dem weiten und abwechslungsreich kupierten Gelände immer wieder ein paar sonnige Lichtblicke. 

Mit ihnen sehr schöne Schwünge im frischen Pulverschnee auf den breiten Wiesen hinunter nach Auffach, wo sich eine Einkehr in der Schönangeralm oder auf dem Heimweg in die urige Wirtschaft Thalmühle (www.thalmuehle.at) in Oberau lohnt, einem Szenetreffpunkt der Tourengeher. Deren Wirtin Kathi Naschberger war übrigens schon mit Peter Habeler unterwegs, ist dem Ruf der Berge in die ganze Welt gefolgt und kennt die Wildschönau ebenfalls wie ihre Westentasche. 

Text und Fotos: Petra Rapp

  • Anfahrt: A8 Inntalautobahn bis Wörgl. Von dort in die Wildschönau und durch Oberau, Auffach in die Wildschönau.
  • Anspruch: mittel
  • Gehzeit: ca. 3 Stunden 
  • Ausgangspunkt/Parkplatz: Gasthof Schönangeralm, Parkplatz am Ententeich (1108 Meter) oder Schatzbergbahn
  • Höhendifferenz: 1094 hm
  • Gipfel: 2202 Meter
  • Beste Tourenzeit: Dezember bis April
  • Informationen: www.wildschoenau.com/de/tourenskilauf, www.schatzbergbahn.at
  • Kontakt Bergführer Alexander Holaus: +43 680 2008612