Mittwoch, 17. Dezember 2014

"SUN DOG" - Ein außergewöhnlicher Freeride-Film

Der beste Freund des Mannes? Nein, nicht der Ski, sondern durchaus auch bei Freeridern: der Hund. Santiago Guzman zieht mit Hund Conga die Berge Patagoniens hinauf und durch den Schnee hinunter.

In der „Shadow Campaign“-Reihe präsentiert Skihersteller DPS mit dem „Sun Dog“ einen Skifilm der besonders tierlieben Art (er ist übrigens einer Katze gewidmet). Sehr sehenswert! pr






Nadine Wallner Offlines: Freerider gesucht!

Du bist gern im Backcountry unterwegs und willst deine Skills im freien Gelände verbessern? Die Weltmeisterin unterstützt dich dabei: Nadine Wallner, zweimalige Gewinnerin der Freeride World Tour, hält vom 18. bis 22. Februar 2015 in Klösterle am Arlberg das „Nadine Wallner Offlines“ ab. Dabei wird auch Big-Mountain-Freeskier Fabian Lentsch seine Erfahrungen von vielen Ski-Trips rund um die Welt weitergeben und mit dir gemeinsam einige Lines in den Schnee ziehen. Wenn du eine ambitionierte Freeriderin oder ein ambitionierter Freerider zwischen 16 und 22 Jahren bist und bei dem kostenlosen, fünftägigen Camp dabei sein willst, bewirb dich unter www.redbull.at/offlines!

Einen Hang besichtigen, die perfekte Line finden, das Gelände lesen – Freeriden erfordert weitaus mehr Fähigkeiten als nur gute Fahrtechnik. Mit „Offlines“ will Nadine Wallner gemeinsam mit Fabian Lentsch ihre Erfahrungen weitergeben und dir die Grundlagen vermitteln, um einen perfekten Tag am Berg abseits der Pisten erleben zu können. Das Camp beginnt mit Sicherheitsthemen wie einer Lawinenübung am ersten und dem „Safety Snow-how“ am zweiten Tag. Am dritten Tag führt Nadine Wallner euch auf eine größere Skitour und zeigt euch dabei, wie ihr das Gelände und die Schneebedingungen lesen könnt. Am Samstag geht sie dann darauf ein, wie ihr perfekte Contest-Lines im Gelände findet und auswählt. Zum Abschluss zeigt ihr in einem Contest, was ihr gelernt habt. Während des gesamten Camps bleibt natürlich viel Zeit zum Riden, Spaß haben, Powdern und Cliffs springen! 

Als begeisterter Freerider hast du schon Grundkenntnisse im freien Gelände, bist selbstständig im Backcountry unterwegs und zwischen 16 und 22 Jahre alt? Dann bewirb dich für Nadine Wallner Offlines! Nadine wählt aus den Bewerbern persönlich die 16 Teilnehmer aus. Für diese ist das Camp samt Hüttenübernachtung, Essen und Liftkarten dann kostenlos. Wie du dich bewerben kannst, erfährst du unter www.redbull.at/offlines. pr

Montag, 15. Dezember 2014

"Die alpinen Jungs sind fit!" - Besuch bei Fitnesstrainer Max Rieder im OSP Garmisch-Partenkischen

Max Rieder, Foto Petra Rapp
Körperbeherrschung pur bei der Shaolin-Liegestütze zum Abschluss. „Ja, eine klasse Übung. Wir versuchen immer mehr Elemente aus den asiatischen Sportarten in unser Training einzubauen. Denn schließlich ist Körper, Geist und Seele eine Einheit und da können wir noch viel von anderen Sportarten lernen“, sagt Max Rieder dann doch etwas außer Atem. Der Trainingswissenschaftler ist einer von rund 20 Trainern und Betreuern am Olympiastützpunkt Bayern in Garmisch Partenkirchen (www.ospbayern.de) und wie die kurzen Trainingsdemonstrationen zeigen, selbst topfit. Kein Gramm Fett am gestählten Körper. Trainer sollen ja schließlich Vorbilder sein.

Hier in den Krafträumen im Skistadion wird die körperliche Basis geschaffen für die Erfolge von Felix Neureuther, Fritz Dopfer, Linus Strasser und Co. „Der Fritz hat sich in den letzten vier Jahren in der für Skifahrer so wichtigen Rumpfkraft um über 20 Prozent verbessert“, erzählt Max und zeigt, was die einzelnen Geräte dieser hochmodernen Rumpfdiagnostikstraße können und welche Muskeln sie im Einzelnen damit trainieren. In der Saisonvorbereitung gehört Rumpftraining zum täglichen Brot der alpinen Skiprofis, dazu vor allem auch viel Kraftausdauer. Alles wird genauestens protokolliert und ausgewertet. In regelmäßigen leistungsdiagnostischen Tests werden die Sportler/innen überprüft, ob sie ihre Trainingshausaufgaben auch gemacht haben, fit sind oder in bestimmten Bereichen Defizite haben und noch nachlegen müssen. „Maria Riesch war beispielsweise im Kraftausdauertest immer mit Abstand die Beste. Für sie war das auch psychologisch immer wichtig. Sie hat immer gesagt, wenn ich hier bei dem Test gut bin, weiß ich, dass ich das auch auf der Piste bin und die ganze lange Saison gut durchstehen kann.“


Die alpinen Skifahrer sind im DSV sportartübergreifend hier führend, das deutsche Herrenteam zusammen mit den Norwegern sogar weltweit ganz vorne. „So ein Zentrum wie hier mit eigener Diagnostik, wo man die Trainings- wie auch Laborergebnisse sofort geliefert bekommt, hat sonst keiner, da beneiden uns viele darum“, sagt Rieder nicht ohne Stolz. Die Erfolge der alpinen Herren in dieser Saison kommen also nicht von ungefähr. Es wird hier das ganze Jahr über hart gearbeitet, vor allem in den Monaten Mai und Juni herrscht Hochbetrieb in den kargen, aber sehr funktionellen Räumen, in denen vieles ein wenig an alte Schulturnhallen erinnert und der glänzende Luxus topmoderner Fitness-Studios weit weg ist. 40 Kaderathleten werden im OSP fest betreut, 150 kommen insgesamt zu den LDU-Tests hierher nach Garmisch-Partenkirchen, wo teure, hochtechnische Ergometer und Kraftausdauergeräte auf sie warten.

Foto. Petra Rapp
Neben Kraft und Kraftausdauer ist für Skifahrer aber vor allem auch Motorik, Sensomotorik und Balance wichtig. Die wird hier eingehend auf der Slackline, den unterschiedlichsten Wippen, Sensoboards und mit Gymnastikübungen trainiert. „Am besten immer mit koordinativ übergreifenden Aufgaben, das ist am effektivsten und kommt den komplexen Anforderungen, die draußen dann am Hang beim Slalom oder Riesenslalom auf die Mädels und Jungs warten, am nächsten. Felix hat ein extrem gutes Körpergefühl, der liebt diese Übungen hier und kommt auch im Winter während der Saison zwischendurch gerne mal hierher, wenn er eine Pause vom Schnee braucht. Zu viel Skifahren in der dauernden Kälte ist nämlich manchmal auch nicht optimal. Wenn die körperliche Verfassung nicht stimmt oder der Athlet nicht gut drauf ist, dann ist oft eine Einheit Basisarbeit hier produktiver, um wieder ein Gefühl für den Körper zu bekommen“, sagt er und springt lässig in einbeiniger Hocke von einem Ball zum anderen. Petra Rapp

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Gemeinsam für ein Ziel - Neue Wintersport-Initiative „Dein Winter. Dein Sport“

Kampagnenpräsentation auf der Zugspitze, Foto: Petra Rapp
Ende der 90er Jahre war es, als Frau Holle auch des längeren nicht das tat, was sie eigentlich tun sollte, viele Wintersportler damit vergraulte und die Wintersportindustrie samt der vom Winter abhängigen Tourismusorte damit ziemlich in Bedrängnis brachte. Der Verband Deutscher Sportfachhandel (VDS) versuchte damals mit der Kampagne „Viva Winter“ Stimmung zu machen. Positive Winterstimmung, um zu retten, was noch zu retten war. Es gelang halbwegs. Jetzt zeigt sich Frau Holle seit dem letzten Winter schon wieder ziemlich zickig und geizt herum mit dem begehrten Weiß. Schneemangel, Umweltschutz- und Klimadiskussionen, teure Preise für Lifttickets und Ausrüstung kratzen am Image. „Ja, der Wintersport hat viel Gegenwind bekommen in letzter Zeit“, sagt Thomas Ammer, Inhaber der Münchner PR-Agentur TOC. Der Oberbayer ist selbst leidenschaftlicher Wintersportler und war früher aktiver Freestyler. Wintersport ist für ihn Herzenssache, weshalb er sich etwas einfallen ließ. „Jeder Wintersportler erinnert sich sein Leben lang an die unglaublich vielen positiven Erlebnisse, die er als Kind im Schnee erleben durfte. Die bleiben ein Leben lang. Diese positiven Emotionen sind in letzter Zeit bei den ganzen Wintersportdiskussionen ziemlich auf der Strecke geblieben. Die Leidenschaft für den Schneesport in welcher Form auch immer muss wieder positiv vermittelt werden und das geht nur gemeinsam.“ Er hat es geschafft, dass sich die drei deutschen Wintersport-Verbände - der Deutsche Skiverband (DSV), der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) und der Snowboard Verband Deutschland (SVD) - jetzt zusammengeschlossen und eine bis dato einmalige Kampagne ins Leben gerufen haben: „Dein Winter. Dein Sport.“ wurde am Donnerstag auf der Zugspitze vorgestellt.

„Wintersport lebt auch im Playstation-Zeitalter. Wer das nicht glaubt, sollte sich einmal einen Air&Style-Wettbewerb anschauen. Auch die Zuschauerquoten im alpinen Rennsport haben sich in den letzten Jahren wieder verdreifacht“, sagt Fernsehmoderator Guido Heuber in Garmisch und wird von DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach bestätigt: „Es gibt nach wie vor 10 Millionen Wintersportler in Deutschland. Ziel der übergreifenden Verbandsinitiative ist es deshalb, Know-how und Kräfte zu bündeln, positive Botschaften zu senden sowie mehr Menschen für den Wintersport mit Informationen und Aktionen neu oder wieder zu begeistern. Deshalb treten der DSV, der rund 950.000 Wintersportler in 20 Landesskiverbänden vertritt, der DSLV mit seinen knapp 15.000 Schneesportlehrern und der SVD erstmals gemeinsam als Absender der Botschaft auf.“ Auf der verbands- und sportartübergreifenden Plattform www.deinwinterdeinsport.de sollen alle Aktivitäten der Initiatoren gebündelt und für den Endverbraucher übersichtlich und umfassend dargestellt werden. Die Finanzierung der Initiative und ihrer Maßnahmen ist durch Beiträge der Unterstützer und Spenden abgesichert. Zehn Prozent aller eingebrachten Finanzmittel werden an den gemeinnützigen Verein „Dein Winter. Dein Sport. e.V.“ weitergeleitet, der im Januar 2015 gegründet wird. Der Verein soll dann vor allem sozial, körperlich oder geistig benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, Wintersport zu erleben. Erste Aktionen für Kinder sind für den März 2015 geplant.

Breite Unterstützung
Unterstützt wird die Initiative von einer branchenübergreifenden Allianz aus Bergbahnen, Tourismusverbänden, Unternehmen der Sportartikelindustrie, 25 Medienpartnern sowie prominenten Sportlern als Paten wie Daniel Böhm, Uschi Disl, Martina Ertl-Renz, Natalie Geisenberger, Anke Karstens, Marinus Kraus, Erik Lesser, Bene Mayr, Rosi Mittermaier, Magdalena Neuner, Felix Neureuther, Christian Neureuther, Konstantin Schad, Gerd Schönfelder, Nicola Thost, Markus Wasmeier und Lisa Zimmermann. 


Nicola Thost, R. Mittermaier, C. Neureuther, Fotos Petra Rapp

„Wintersport ist Lifestyle“

Bene Mayr, Foto Rapp
Snowboarderin Nicola Thost zur Initiative: „Das Spielerische an Lebenserfahrung, welche ich im Sport sammeln durfte, das erlebst Du sonst nirgends. Diese gelebte Leidenschaft, diese schönen Erlebnisse will ich gerne an Kinder weitergeben, ganz nach dem Motto ‚Begeistern.Vorleben.Weitergeben‘. Deshalb unterstütze ich die Kampagne.“ Für Christian Neureuther ist Schnee „das schönste Spielzeug der Welt, es bietet für jeden etwas. Das müssen wir gemeinsam mit unseren Aktionen gut verpacken und so noch interessanter für die Menschen machen“, sagt er in Garmisch. Freeskier Bene Mayr: „Skisport ist nicht nur Wettkampf. Das kommt oft in der breiten Öffentlichkeit falsch rüber. Wintersport ist für mich hauptsächlich Lifestyle, die Lust am Berg, im Schnee draußen zu sein. In welcher Form auch immer. Es soll einfach nur Spaß machen. Das müssen wir den Menschen wieder vermitteln!“ Petra Rapp